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Kunst an der HNS

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Gartenprojekt der GS4 gestartet

Die Lerngruppe GS4 startete in der letzten Woche im Rahmen des Sachunterrichts das Projekt "Schulgarten".

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Stützpunkt

Stützpunkt

Organisation

Seit August 2010 bieten wir Schülern, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht weiter am Unterrichtsgeschehen teilnehmen können, die Möglichkeit des Stützpunktes als erste Anlaufstelle in Krisen- bzw. Konfliktsituationen. Der Stützpunkt ist an vier Wochentagen jeweils von der ersten bis zur letzten Unterrichtsstunde von einer Sozialpädagogin besetzt. Die zuständige Kollegin wird täglich an der Eingangstür zur Sozialpädagogik namentlich bekannt gegeben. Der Stützpunkt bietet in einem ruhigen Rahmen die Möglichkeit zur Krisenintervention; d.h. hier kann der Schüler mithilfe einer Sozialpädagogin sein Verhalten reflektieren und an Lösungsmöglichkeiten arbeiten, mit dem Ziel wieder in den Unterricht zurückzukehren. Um einen möglichst reibungslosen Informationsaustausch zwischen den Sozialpädagoginnen zu gewährleisten, finden neben der Dokumentation der Vorfälle Fallbesprechungen in der wöchentlich stattfindenden Teamstunde statt.

Inhalte

Primär ist die sozialpädagogische Arbeit im Stützpunkt deeskalierend ausgerichtet.

Der Stützpunkt hat eine stabilisierende und reflektierende Funktionsweise.

Ziel ist es, die Schüler über die Reflexion ihrer Verhaltensweisen dem Unterricht wieder zuzuführen. Schüler die verhaltensbedingt nicht mehr am Unterricht teilnehmen können, bietet der Stützpunkt die Möglichkeit sich in akuten Krisen- und Konfliktsituationen kurzfristig und in sozialpädagogischer Begleitung zurückzuziehen. Unter Einsatz verschiedenster pädagogischer Methoden und Maßnahmen kann in einer ruhigen Atmosphäre nicht nur eine Reflexion eingeleitet werden, sondern langfristig Strategien zur Verhaltensänderung entwickelt werden.

Verfahrensweise

Die Lehrkräfte geben telefonisch oder persönlich den im Stützpunkt zuständigen Sozialpädagoginnen erste Informationen darüber, warum ein Schüler nicht weiter am Unterricht teilnehmen kann. Der betreffende Schüler wird von einer Lehrkraft oder einer Sozialpädagogin in den Stützpunkt begleitet. Dies gewährleistet, dass der Schüler auch tatsächlich im Stützpunkt ankommt und signalisiert dem Schüler gleichzeitig, dass diese Maßnahme von Lehrer und Sozialpädagogin getragen wird.

Ein Auszeitraum (Deeskalationsraum), worin sich u.a. ein Boxsack befindet, bietet denjenigen Schülern, die besonders unkontrollierte und aggressive Verhaltensweisen aufzeigen, die Möglichkeit ihre angestauten Aggressionen unmittelbar auszuagieren.

Sofern der betroffene Schüler wieder ansprechbar und ruhig ist, kann ein reflektierendes Gespräch eingeleitet werden. Ein Reflexionsbogen, den einige Schüler ggf. mithilfe der Sozialpädagogin bearbeiten, dient dazu dem Schüler sein eigenes Verhalten bewusst zu machen, um anschließend über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken Ziel ist die zeitnahe Rückführung in den Unterricht. Ist dies im Einzelfall nicht möglich bzw. sinnvoll, kann auch in enger Absprache mit der Schulleiterin sowie der zuständigen Lehrkraft die Entscheidung getroffen werden, den Schüler von der Schule abholen zu lassen. Ein „pädagogischer Denktag“, wo der Schüler zu Hause mit Arbeitsmaterialien versehen sich und sein Fehlverhalten in den Mittelpunkt stellen soll, ergänzt die Methodenkette. Die Schüler sollen über den Stützpunkt lernen nach eingehender Reflexion sich für ihr Verhalten zu entschuldigen oder sich eine Wiedergutmachung zu überlegen. Am nächsten Tag startet der Schüler erneut über ein Eingangsgespräch im Stützpunkt. Nach mehrmaligen Aufenthalten einiger Schüler im Stützpunkt können die Verhaltensauffälligkeiten genauer definiert und durch Fachpersonal zugeordnet werden. In enger Absprache und Kooperation mit den Eltern können in Einzelfällen, wo pädagogisches Handeln im Stützpunkt nicht mehr ausreichend ist frühzeitig erste Hilfestellungen, z.B. den Erstkontakt zu Verhaltenstherapeuten, Psychologen ect. herzustellen, unmittelbar eingeleitet werden.

Die Entwicklung von adäquaten Konfliktlösungsstrategien ist ein wichtiger Schwerpunkt des Stützpunktes. Zudem lernen die Schüler im Stützpunkt ihre Aggressionen, Wut und Impulse besser zu steuern und sich selbst besser zu regulieren (Kontextbezogene Situationsbezogene / Verhaltensregulierung).

Um eine Verhaltensänderung zu bewirken, wird auch im Stützpunkt mit vielfältigen Belohnungs und Verstärkersystemen gearbeitet. Ein Achtsamkeitstraining sowie ein spezifisches Sozialtraining, welches außerhalb des Stützpunktes seine Anwendung findet, ergänzen die Methodenkette.

Schüler die verhaltensbedingt mehrfach den Stützpunkt aufsuchen, werden in Dienstbesprechungen, Fallkonferenzen oder Pädagogischen Konferenzen eingehend analysiert und gemeinsam wird mit der Schulleiterin, Lehrkräften und Diplom-Sozialpädagogen eine pädagogische Leitlinie entwickelt, die von allen Beteiligten konsequent umgesetzt wird.

Die Eingangsfrage: „Wie gehen wir als Team mit den Verhaltensauffälligkeiten um und was benötigt der Schüler, um sein Verhalten sukzessive zu verändern“ umschreibt unsere Vorgehensweise im Klärungsprozess.“

   
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